Quote der Langzeitarbeitslosigkeit unterschreitet im Kreis Borken die Marke von 3 Prozent
Kreisdirektor Werner Haßenkamp: „Niedrigster Wert seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende"
Kreis Borken.
Im Mai waren 5.616 langzeitarbeitslose Menschen im Kreis Borken gemeldet; 30 Personen weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind über 1.400 Personen beim „Service-Punkt ARBEIT für den Kreis Borken" weniger als arbeitslos registriert. Die Zahl ist damit innerhalb des letzten Jahres um mehr als 20 Prozent gesunken. Das teilt jetzt Kreisdirektor Werner Haßenkamp mit. Gleichzeitig ist die Zahl der zivilen Erwerbspersonen gestiegen. Der Anteil der arbeitslosen Empfänger von Grundsicherung nach dem SGB II liegt im Kreis Borken nur noch bei 2,9 Prozent.
Werner Haßenkamp ist erfreut über die aktuelle Quote: „Im Mai haben wir im Kreis Borken die wichtige Marke von 3 Prozent bei der Langzeitarbeitslosigkeit unterschritten. Das ist der niedrigste Wert seit der Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende vor rund 3 ½ Jahren. Hier spiegelt sich der Anstieg der Beschäftigung im wirtschaftlichen Aufschwung wider. Die vergangenen Monate zeigen allerdings, dass nun aber auch die Schritte beim Abbau der Arbeitslosigkeit kleiner werden."
In den Städten und Gemeinden des Kreises ist innerhalb des letzten Jahres die Zahl der Langzeitarbeitslosen in Bocholt mit –288 Personen am stärksten gesunken, gefolgt von Borken mit –236 und Gronau mit –204 Personen. Im Vergleich zum Vormonat ist weiterhin die Veränderung gering und die Entwicklung uneinheitlich. Einige Städte und Gemeinden zählen mehr langzeitarbeitslose Menschen: bis zu 20 Personen in Gronau. Dagegen ist die Zahl in Bocholt um 35, in Borken um 23 und in Isselburg um 9 Personen zurückgegangen.
Um die Arbeitslosenquote von 2,9 Prozent im Kreis Borken auch für die einzelnen Städte und Gemeinden darzustellen, fehlt es an der gemeindebezogenen Zahl der zivilen Erwerbspersonen. Hilfsweise kann eine Quote auf Basis der Bevölkerungsgruppe von 15 bis 65 Jahren gebildet werden. Diese Altersgruppe gilt nach der Grundsicherung für Arbeitsuchende grundsätzlich als erwerbsfähig.
Für den gesamten Service-Punkt ARBEIT beträgt diese Quote 2,3 Prozent und ist im Jahresvergleich um 0,6 Prozentpunkte gefallen. Unter den Gemeinden hat Velen seinen Anteil der Langzeitarbeitslosen an der Bevölkerungsgruppe mit –1,8 Prozentpunkten am stärksten reduziert, gefolgt von Raesfeld mit –1,3 und Südlohn mit –1,2 Prozentpunkten.
Die aktuelle Quote der langzeitarbeitslosen Menschen ist in Südlohn mit 0,6 Prozent an der Bevölkerung von 15 bis 65 Jahren am niedrigsten, gefolgt von Heek mit 0,7 Prozent und Legden mit 1,1 Prozent. In Bocholt ist die Quote mit 3,4 Prozent am höchsten, vor Gronau mit 3,2 Prozent und Borken mit 3 Prozent. Unter den vier Regionen im Kreis weist Ahaus mit 0,9 Prozent die niedrigste Quote aus.

